Mad Paddy hat geschrieben:
The Dark Knight Rises
Batman ist Vergangenheit. In selbstgewählter Gefangenschaft, innerhalb des eigenen Anwesens fristet Bruce Wayne sein Leben. Doch er sieht sich gezwungen, erneut als Gothams Beschützer in Aktion zu treten als sich Oberschurke Bane erhebt um die Stadt zu unterjochen ...
Nach gemächlichem Start überschlagen die Ereignisse sich zusehends. Und die Inszenierung offenbart immer mehr Schwächen. Unausgegoren wirkt das Ganze und ist voller Ungereimtheiten. Zum Ende hin wird es gar unfreieillig komisch, peinlich und verkommt zum merkwürdigen Action-Spektakel in dem Batman seltsam fehl am Platze wirkt. Überhaupt: Batman wirkt - ganz im Gegensatz zu den genialen Vorgängern - wie ein Freak im Kostüm. Er mag sich so garnicht in das Gesamtbild des Filmes fügen. Gleiches gilt für Selina Kyle, die man sich einfach hätte sparen sollen. Tom Hardys Bane ist trotz doofer Maske - warum hat man ihm eigentlich keine Skimaske verpasst? - und einer Stimme, die vor allem auf Grund der Betonung teils lächerlich wirkt, teils aber ganz ordentlich gelungen ist, noch das Beste am ganzen Film. Und natürlich der heimliche Hauptdarsteller Joseph-Gordon Levitt der mal wieder ganze Arbeit leistet. Der ewig gute Michael Caine sorgt für die gelungen Lacher. Getoppt wird das alles nur noch durch den genialen Cameo von Cillian "Scarecrow" Murphy.
Batman begins in The Dark Knight Rises again. Gleich zwei Mal. Der Kreis schließt sich? Ja, aber es wirkt erzwungen. Anspielungen auf die Vorgänger sind teilweise so plakativ, dass selbst der dümmste in der Lage ist sie zu verstehen ohne im Subtext wühlen zu müssen. Interessant zu beginn, unterhaltsam zum Ende. Aber seltsam Lieblos. Als Abschluss der kleinen Saga völlig unangemessen. Manchmal ist weniger eben mehr. Ein melancholischer Abgesang auf den düsteren Helden wäre das Richtige gewesen.
Und warum dieses Ende? Warum nur? Warum?
Der dunkle Ritter erhebt sich und kippt um. Das kann dem Nolan sein Ernst nicht sein.